Edeka das deutsche Gillette?

Vor kurzem hat Gillette sich mit ihrem US Werbespot über „toxische Männlichkeit“ ein Eigentor geschossen. Der Widerstand gegen das Werbevideo war groß und der Boykott hat die Firma wohl (hoffentlich) auch getroffen.

Dies könnte jetzt der Supermarkt Kette Edeka ebenso drohen – was sehr wünschenswert wäre.

In ihrem aktuellen Muttertags-Spot zeigt Edeka ein Männerbild, was in der Werbung seit Jahren vorherrscht, in besonders krasser Form: Der Mann als tollpattschiger Vollidiot, der alles falsch macht, was man nur falsch machen kann.

Das Video endet damit, dass ein fetter, Chips-futternder Mann auf der Couch abhängt, während sein Kind zur weise blickenden Mutter sagt „Danke, dass du nicht Papa bist“.

Das ist das Mainstream Männerbild im deutschen TV und in der deutschen Werbung – der Mann ist ein nichtsnutziger Loser, eine Art großes Kind, und die Frau steht über allem und trifft die klugen Entscheidungen für die Familie.

Millionen Kinder werden diese Werbung im TV sehen und einmal mehr ein Männerbild eingetrichtert bekommen, was die Mutter als Familienoberhaupt zeigt und den Mann als unfähigen Typen, der nichts zum Familienwohl beiträgt.

Millionen Kinder werden hier beeinflusst. Jungs wird ein ohne Angst männliches, positives, maskulines Vorbild, nach dem sie selbst streben könnten, mal wieder vorenthalten. Mädchen bekommen hier schon früh beigebracht, dass man die Mutter zu respektieren hat, den eigenen Vater aber nicht. So wächst das Mädchen mit solch einem Männerbild auf und überträgt dieses Bild auch in spätere Beziehungen. Respekt für Männer kann so ein Mädchen später nur schwer entwickeln. Sie wird denken, dass es normal ist als Frau immer die Hosen an zu haben und den feministischen Rollentausch zu leben. Sie wird Männer als eine Art große, unmündige Kinder sehen und entsprechend behandeln. Männer als unmündige, hilflose Kinder, die man bevormunden muss und denen man als Frau nicht folgt. Frauen sind ja schließlich immer intelligenter und Männer dumm.

Einige wütende Kommentare unter dem Video bei Youtube machen Hoffnung auf einen Boykott von dieser Supermarktkette. Und die männlichen Schauspieler sollten sich schämen, für Geld so einen Anti-Väter Spot gedreht zu haben.

In der feministischen, westlichen Gesellschaft werden Frauen so niemals dargestellt, das wäre undenkbar. Böser Sexismus! Männer als Vollidioten? Klar, das ist Mainstream, das ist witzig, die sind ja nunmal alle dumm und einfach gestrickt. Eine krankhaft feministische Gesellschaft ist das mittlerweile im Westen, wem dies nicht auffällt, der muss blind sein.